Mutmachende Ideen für eine nachhaltige Zukunft – von Schüler:innen und anderen Expert:innen

Projekt Chemie und Bildnerische Erziehung in der 4a und 4c mit Mag.a Margit Angerer und Mag.a Filiz Bayazit:

Es gibt ziemlich viele kreative und coole Ideen, wie man eine nachhaltige und lebenswerte Zukunft gestalten kann – und anstatt nur düstere Prognosen zu hören, wollten wir uns in diesem Projekt die mutmachenden Alternativen ansehen.

Wenn unsere Zukunft nachhaltig sein soll, muss sich das auf alle Lebensbereiche beziehen: die Energieversorgung, die Mobilität, die Ernährung und die Umwelt. In einem Brainstorming wurden Ideen gesammelt, wie eine nachhaltige Zukunft aussehen könnte. Dann wurden im Zuge von Interviews Menschen aus Wirtschaft und Industrie von Schülerinnen und Schülern befragt, wo in ihren Bereichen schon nachhaltig gearbeitet wird und welche Ideen sie für eine nachhaltige Zukunft haben.

Auf dieser Grundlage wurden Referatsthemen gewählt, die sich mit nachhaltigen Konzepten und neuen Technologien beschäftigen. Die Referate wurden von Versuchen im Chemieunterricht, Filmen und tollen Zeichnungen umrahmt.

Parallel dazu wurden im Kunstunterricht „kreative Maschinen“ entworfen und gezeichnet, die eine nachhaltige Zukunft ermöglichen würden. Sie machen sichtbar, dass Erfinder:innen kreative und mutige Menschen sind. 

Die Ergebnisse unseres Projekts wurden in einem eigenen Heft gesammelt: die Texte, Zeichnungen zu den Referatsthemen, Fotos, Auszüge aus den Interviews und die Zeichnungen der Maschinen wurden im BE Unterricht gelayoutet und bis zur Druckreife weiterbearbeitet.

Wir haben nun also einen bunten Sammelband mit mutmachenden Ideen – jetzt müssen wir sie nur noch umsetzen.

Unser Projekt wurde beim Projektwettbewerb des Verbandes der ChemielehrerInnen Österreichs eingereicht, bei dem wir in den Jahren 2021 und 2019 bereits sehr erfolgreich waren.

Chemie Projekt: Kreislaufwirtschaft

Hauptpreis beim VCÖ Projektwettbewerb für das Chemie Projekt des Gymnasiums Rosasgasse 2021: die dreizehneinhalb Leben von PETy, ALU-DJ und Co, ein Comic über die Kreislaufwirtschaft 

Bei über 200 teilnehmenden Schulen konnte sich das Gymnasium Rosasgasse einen der wenigen Hauptpreise im Wert von 2.000 Euro sichern. 

Es ist höchste Zeit, auf Kreislaufwirtschaft umzusteigen! Und wenn eine Pandemie einen normalen Schulbetrieb verunmöglicht, braucht es eben ein kreatives Konzept, wie man sich dem Thema trotzdem nähern kann.Und wir haben es gefunden: Comics, die die Reise unserer Rohstoffe und Verpackungen erzählen! Denn vom Rohstoff über das fertige Produkt bis zum Recycling gibt es viele komplexe Prozesse. 

Nach einer intensiven Phase, in der die fachlichen Hintergründe erarbeitet und Versuche durchgeführt wurden, konnte mit dem Zeichnen des Comics begonnen werden. Unsere SchülerInnen entwarfen zuerst die Charaktere, die ihre Geschichte erzählen sollen, bastelten sie und entwarfen ein Grundkonzept. Dann wurde gezeichnet und Texte wurden verfasst: 

Unsere Freunde PETy, ALU-DJ und Co nehmen uns mit auf ihre Reise: sie treffen sich im Mistkübel des Gymnasiums Rosasgasse und erzählen von ihrer Geburt, bei der der Rohstoff zum Produkt verarbeitet wird, und von den Verwandlungen, bei denen die Stoffe in verschiedene Formen gebracht und verwendet werden. Die Reise geht dann nach einem viel zu kurzen Leben ab in die Mülltonne –  und von dort entweder in die Verbrennung und Deponie oder zum Recycling, einer beeindruckenden Wiederauferstehung! 

Im Zuge des Comics wird auch das Mülltrennsystem in Wien und speziell in unserer Schule erklärt. 

Die Zeichnungen und Texte der SchülerInnen wurden zu einem 70seitigen Comic und einem 18minütigen Film zusammengefasst, wobei die SchülerInnen auch die Tonspuren selbst aufnahmen. Der Film wurde digital den Eltern vorgestellt, die danach aufgerufen waren, ein Kahoot-Quiz dazu zu spielen, um ihr Wissen zu prüfen. 

Es war uns wichtig, dass die SchülerInnen die Themen auf Grundlage von chemischem Fachwissen verstehen und anwenden.  

Daher beschäftigten wir uns mit einer ganzen Reihe von Inhalten: der Gegenüberstellung von Linearwirtschaft und Kreislaufwirtschaft, den Herstellungsprozessen unserer Produkte mit Blick auf ihre Rohstoffe und den weiteren Recyclingweg, und der Abfallwirtschaft in Österreich (Müllverbrennung, Deponie, Mülltrennung, Recycling, ReOil Projekt der OMV). Die Theorie wurden durch verschiedenste Versuche zu Mülltrennung, Wasser, Kunststoffen und Synthese eines Biokunststoffs ergänzt. 

Den Themen Wasserkreislauf und Wasserwirtschaft ist ein eigenes Kapitel im Comic gewidmet. Hier wurden auch die Wiener Kläranlange und das zugehörige Ökokraftwerk vorgestellt. 

Beim Block Reduce – Reuse – Recycle wurden der ökologische Rucksack und Fußabdruck und die Rohstoffe in Handys behandelt. 

Im Fach „technisches Werken“ konnte im Distance Learning ein Upcycling-Projekt umgesetzt werden, bei dem viele tolle Gebrauchsgegenstände von den SchülerInnen entworfen und auf einem Padlet vorgestellt wurden. 

FCIO, WKO, Schullen,AUT, Austria, Vienna, WKO on Thursday, July 1, 2021, Photo by © MARKO’s PHOTOGRAPHY

Chemists on Tour – Wien Sightseeing durch die chemische Brille

Das Projekt der vierten Klassen wurde heuer mit einem Hauptpreis beim Projektwettbewerb des Verbandes der ChemielehrerInnen Österreichs ausgezeichnet!

Liebe Chemikerinnen und Chemiker, herzlich willkommen in Wien!

Die vierten Klassen des BG/BRG Rosasgasse haben für Sie einen Reiseführer für Wien erstellt, in dem sowohl die historischen als auch die chemischen Informationen unserer schönen Stadt beleuchtet werden.
Wien ist seit zehn Jahren die lebenswerteste Stadt der Welt, und wir wollen Sie zu einer Hop On-Hop-Off-Tour durch diese beeindruckende Stadt einladen, denn: alle die schönen Dinge in Wien funktionieren nur mit einer gut durchdachten Chemie.

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Projekt Fasern im Fach CHEMIE

augezeichnet mit dem Sonderpreis beim VCÖ-Projektwettbewerb 2017

Die 4a und 4b nahmen heuer am Projektwettbewerb des VCÖ teil: dazu starteten wir ein Projekt zum Thema Textilfasern. Material und Faserproben bekamen wir auch von der Firma Lenzing AG. Nachdem wir uns einen Überblick über die häufigsten Fasern verschafft hatten, bauten wir die zu Grunde liegenden Makromoleküle: Proteine in tierischen Fasern wie Wolle und Seide, Cellulose in pflanzlichen Fasern wie Baumwolle und Leinen, ebenso aus Cellulose sind aus Holzstoff hergestellte Fasern wie Viscose und Modal. Kunstfasern wie Polyester und Polyamide bestehen aus Kunststoffen.

Zu den acht häufigsten Fasern wurden dann Referate zu Aufbau, Herstellung und geopolitischen Faktoren der Faserproduktion gehalten.

Im Chemieunterricht und zum Teil im Naturwissenschaftsmodul wurden dann die physikalischen und chemischen Eigenschaften der Fasern untersucht: Knitterpobe, Klebebandabdruck, Untersuchen unter dem Mikroskop und Abzeichnen der Fasern, Brennproben, Schwelproben, Löseproben und abschließend Versuche zur Feuchtigkeitsaufnahme und -abgabe.

Das ganze Projekt wurde dokumentiert, auch in Form eines kurzen Films. Wir laden sie herzlich ein, unseren Film anzuschauen! Viel Spaß dabei!