Montag, 30.Aug. 2010 bis Freitag, 03.Sept. 2010 9.00 - 12.00 Uhr
Liebe Schülerinnen und Schüler!
Geschätzte Eltern!
Sehr geehrte Damen und Herren des Lehrerkollegiums!
Liebe Freunde der Rosasgasse! Noch kann ich es
selbst nicht glauben: Meine mehr als 18-jährige Tätigkeit als Direktor am BG und
BRG 12, Rosasgasse, geht mit diesem Schuljahr zu
Ende und ich trete mit 1.September 2010 in den Ruhestand. Oft werde ich in
diesen Tagen gefragt: “Und wie geht’s dir so? Wird dir die Schule abgehen?“ Die
Antwort darauf fällt mir nicht leicht und ist auch nicht eindeutig. Natürlich
werde ich die Schule, die Schülerinnen und Schüler und deren Eltern, die Damen
und Herren Professoren sowie das Verwaltungspersonal vermissen. Verbinden uns
doch viele gemeinsame Projekte, Veranstaltungen, Feste und vieles mehr sowohl im
dienstlichen Bereich, aber auch im privaten. Auf der anderen Seite ist die
Verantwortung, eine Institution dieser Größenordnung zu leiten, doch sehr groß
und diese nach so vielen Jahren auch wieder abzugeben, bringt doch auch
Erleichterung mit sich. Ich hoffe aber, dass die positiven Entwicklungen in
diesen fast zwei Dekaden bestehen bleiben und nachfolgende Schulleiter auf
Bestehendem, auf laufenden Schulentwicklungsprozessen erfolgreich aufbauen
können. Meinerseits kann ich nur betonen, dass ich – auch wenn es manchmal
Probleme und Schwierigkeiten gab – diese traditionsreiche Schule sehr gerne
geleitet habe, stets getragen von der Wertschätzung des Kollegiums und der uns
anvertrauten Schülerinnen und Schüler.
So möchte ich all jenen danken, die mich so viele Jahre unterstützt und
gemeinsam mit mir unsere „Rosasgasse“ zu einer
hervorragenden Bildungsinstitution gemacht haben: Herrn Mag. Franz Stern für die
stets korrekte und umsichtige Führung der administrativen Geschäfte, meinen
Sekretärinnen (Frau Maschka, Frau Haberl und zuletzt
Frau Dilberovic) für die professionelle Tätigkeit in
der Kanzlei und den Schulärztinnen dafür, dass sie sich nach bestem Wissen um
die Gesundheit unserer Schülerinnen und Schüler gekümmert haben. Ich danke auch
den vielen Schulwarten, die im Laufe meiner Tätigkeit hier an der Schule gewirkt
haben.
Doch was wäre eine Schule ohne Schüler und Lehrer? Ich möchte mich also an
dieser Stelle sehr, sehr herzlich bei meinen Kolleginnen und Kollegen bedanken.
Sie haben, oft von mir auch unbemerkt und unbedankt,
hervorragend gearbeitet und somit ganz wichtige Beiträge zu Erziehung und
Bildung unserer Jugend geleistet, aber auch meine (was selten vorkam!?)
schlechte Laune (zumeist) freundlich und sanftmütig ertragen.
Auch bei meinen Schülerinnen und Schülern, bei „meinen Kindern“, möchte ich mich
bedanken. Selbst wenn sie (was auch selten vorkam!), einmal „schlimm“ waren und
ich sie in der Direktion „rügen“ musste, zeigten sie sich stets reuig, gelobten
Besserung und hielten (mehr oder weniger oft) auch dieses Versprechen. Besonders
gerne besucht und geschätzt habe ich ihre diversen Ausstellungen, Projekte,
Präsentationen und sonstige Veranstaltungen: machte es mich doch stolz zu sehen,
zu welchen Leistungen unsere Schülerinnen und Schüler fähig sind.
Meinen Dank möchte ich auch an die Eltern, den Elternverein und die Mitglieder
im Schulgemeinschaftsausschuss für die (von mir immer als konstruktiv
empfundene) Zusammenarbeit richten, die es leicht machte, Probleme im
persönlichen Gespräch zu lösen.
Der Absolventenverein der Schule, der VEMG, dessen
Mitglied ich ebenfalls bin, hat immer wieder die Schule ideell und finanziell
unterstützt und versucht, ein Bindeglied zwischen ehemaligen Schülern der
Rosasgasse und der Schule zu sein. Dafür danke ich
und hoffe, dass trotz schwindender Mitgliederzahl der Verein auch weiterhin der
Schule die Treue hält.
Wenn ich mich nun auch von meiner Schule verabschiede, so hoffe ich doch, dass
der Kontakt weiter aufrecht bleibt, dass ich bei der einen oder anderen
Veranstaltung dabei sein und so die Geschicke „meiner Schule“ weiter verfolgen
kann.
Mein Vorgänger als Direktor, Herr Hofrat Mag. Karl Wöginger,
hat bei seinem Abschied im Jahresbericht 1991 einen Satz geschrieben, dem ich
mich vollinhaltlich anschließen möchte: „Ich scheide mit leiser Wehmut von
meiner mir so lieb gewordenen Schule und versichere, dass ich mich ihr immer
verbunden fühlen werde“.
Ich wünsche Ihnen, geschätzte LeserInnen, noch
möglichst stressfreie Tage zum Schulschluss und eine erholsame Urlaubs- und
Ferienzeit.
Mit besten Grüßen
Ihr Gunther Petersch